Unterschiedliche Qp Werte bei 18599 und 4108
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Verfasst am: 30. 07. 2010 [14:15]
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OliverKlare
Themenersteller
Dabei seit: 06.10.2009
Beiträge: 3
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Hallo zusammen, ich habe gerade Probleme mit der KFW und wollte um Rat fragen. Ich habe zum ersten Mal einen KFW Antrag nach Din 18599 gestellt und der von EVEBi angezeigte Wert für das Referenzgebäude lag bei 136 für einen Neubau. Da der Antrag vor dem 01.07.2010 gestellt wurde habe ich die 130 beantragt, da ich auf einen Qp Wert für das zu sanierende Gebäude von ca 150 kam. Jetzt hat mir die sehr nette Frau der KFW mitgeteilt, dass ein Qp Wert für das Referenzgebäude von 136 nach DIN 18599 viel zu hoch wäre. Es müsste ein Wert von maximal 95 eingehalten werden. Ich habe daraufhin zu altbekanntem umgeswitcht und nach Din 4108 den Antrag gestellt. Dort ist der von der EneV geforderte Wert 93. Jetzt meine Frage, ist es ein Eingabefehler von mir (ich habe beim umswitschen zwischen den Normen ausser dem einfügen einer Zone nichts geändert), dass sich die beiden Werte für das Referenzgebäude dermassen unterscheiden (136 nach DIN 18599 und 93 nach DIn 410 Mit freundlichen Grüßen aus Berlin |
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Verfasst am: 30. 07. 2010 [15:48]
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franz_post
Dabei seit: 20.08.2009
Beiträge: 9
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Hallo, ich komme auf ähnliche Werte: ______________Qpist / QpRef / HTist / HTRef / HTmax DIN 4701/4108__ 212 / 106 / 0,87 / 0,41 / 0,63 DIN 18599______ 243 / 144 / 0,87 / 0,41 / 0,63 Gebäude: Einfamilien-Reihenhaus, Bestand (1977), geplante Sanierung Es liegt definitiv nicht an der Eingabe: zuerst erfolgte Eingabe der Daten mit Auswahl DIN 18599, dann Kopieren des gesamten Projekts und Umschalten auf DIN 4701/4108. Die 4701/4108 Ergebnisse sind plausibel: ich hatte das Projekt noch einmal mit einer anderen Software gerechnet und da kommt +-3% das gleiche heraus. Entweder rechnet EVEBI bei der DIN 18599 im 1-Zonen Modell fehlerhaft, oder die Unterschiede werden tatsächlich durch die Anwendung der DIN 18599 verursacht. Ich habe allerdings auch schon im Kollegen-Kreis gehört: KFW-Anträge ja nur nach DIN 4701/4108 rechnen, und die arbeiten mit anderen Programmen. Ich habe mir ein vergleichbares Beispiel wie oben in der Hottgenroth-Software angeschaut, Ergebnis Qpist und Qpref nach DIN 18599 sind etwa 25...30% höher wie nach DIN 4701/4108! Gruss, Franz |
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Verfasst am: 30. 07. 2010 [16:05]
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OliverKlare
Themenersteller
Dabei seit: 06.10.2009
Beiträge: 3
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Schön zu hören, dass es nicht nur mir so geht Was mich so irritiert ist zum einen die Ansage der KFW Mitarbeiterin, dass auch nach Din 18599 ein Einfamilienhaus nicht über QP= 100 liegen sollte (Neubauwert)und zum anderen ist es einfach so viel leichter über die DIN 18599 die Häuser in die KFW Förderungen zu bekommen, dass ich eine gewisse Skepsis habe ob entweder die Eingabe anders erfolgen muss, oder ob EVEBi da ein kleines Problem hat. Gruss aus Berlin |
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Verfasst am: 30. 07. 2010 [16:49]
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franz_post
Dabei seit: 20.08.2009
Beiträge: 9
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Hallo, ich habe es hier zur Verdeutlichung mal grafisch dargestellt (nur die Sanierungsvariante): Obwohl mir EVEBI nach DIN 18599 für das gleiche Gebäude einen viel höheren Qpref und Qpneu ausrechnet wie nach DIN 4701/4108 (bei exakt gleicher Wärmedämmung und Anlagentechnik) komme ich nach DIN 18599 ganz knapp in die KFW-115 Förderung, während nach DIN 4701/4108 der Qpneu um etwa 15% zu hoch für KFW-115 ist. Warum sich aber nach DIN 18599 derart viel höhere Qp-Werte ergeben wie nach DIN 4701/4108 das ist mir schlicht unverständlich! Das machen aber andere Programme genauso (mit eigenen Augen gesehen bei Hottgenroth), insofern würde ich erst mal keinen Fehler in EVEBI vermuten! Gruss, Franz |
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Verfasst am: 31. 07. 2010 [14:09]
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aRaack
Dabei seit: 07.06.2010
Beiträge: 5
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Hallo, da es sich um 2 voneinander unabhängige Berechnungsverfahren für ein und denselben Sachverhalt handelt, muss eine Differenz in den Ergebnissen bestehen. In Fachkreisen werden Abweichungen bis zu 40% zwischen den Verfahren als akzeptabel und plausibel angesehen, wenn die Eingabedaten stimmig sind. (siehe auch Kopie des Fachartikels aus EnergieKompakt 3/10: "Die neue Normenreihe DIN V 18599 - Wohngebäude zeitgemäß bewerten" unter Pressemitteilungen auf der Startseite von www.envisys.de). Das Ganze scheint jedoch noch nicht so richtig zur KfW durchgedrungen zu sein. ENVISYS ist seit Wochen intensiv bemüht, bei auftretenden Schwierigkeiten bei der KfW zu vermitteln. Meine Empfehlung bei Ablehnung von KfW-Förderanträgen nach DIN V 18599: 1. Eingabedaten nochmals auf Korrektheit und Plausibilität prüfen - niemand ist fehlerfrei 2. Zum Kfw-Antrag auch die EnEV-Berechnungsdokumentation mit der detaillierten Aufschlüsslung der Ergebnisse einreichen 3. Vom KfW-Sachbearbeiter nicht mit pauschalen Aussagen (wie beispielsweise "der Wert ist zu hoch" - siehe Fachartikel) abspeisen lassen, sondern eine konkrete Benennung des Fehlers in der Berechnungsdokumentation verlangen. 4. Den Support-Mitarbeitern von ENVISYS sind die Probleme bekannt - hier können Sie sich nochmals fachlichen Rat holen. Mit freundlichen Grüßen, aRaack |


