Übergänge der Außenwände

Bei der Bearbeitung eines Bauteils (Wände) haben Sie die Möglichkeit, den Wärmeübergang des Bauteils anzugeben.

Das Bild zeigt Ihnen die Abgrenzung der Außenwände nach außen: (siehe Bild)

Die Bauteile haben folgende Wärmeübergangswiderstände und Korrekturfaktoren (DIN 6946)

Bauteil

 

Grenzmedium

 

Bauteil

 

innen

 

außen

 

Fx HP1)

Fx MB2)

 

Kürzel5)

 

außen

Außenwand grenzt nach außen

0,13

0,04

1

1

WA

Erdreich

Wand des beheizten Kellers gegen Erdreich

0,13

0

0,6

siehe 3)

WE

unbeheizt

Abseitenwand (Drempel)

0,13

0,13

0,8

0,8

WD

unbeheizt

Wand zu unbeheiztem Raum (<15°C wie Nebenraum, Garage, Dachboden)

0,13

0,13

0,5

0,5

WN

niedrig beheizt

Wand zu niedrig beheiztem Raum (15°C bis 19°C)

0,13

0,13

n. def.4)

0,35

WR

unbeheizt

Wand zu unbeheiztem Glasvorbau mit Einfachverglasung

0,13

0,13

n. def.4)

0,8

WW

unbeheizt

Wand zu unbeheiztem Glasvorbau mit Zweischeibenverglasung

0,13

0,13

n. def.4)

0,7

WW

unbeheizt

Wand zu unbeheiztem Glasvorbau mit Wärmeschutzverglasung

0,13

0,13

n. def.4)

0,5

WW

1)Fx HP: Temperatur-Korrekturfaktor Heizperiodenverfahren (seit 2009 nicht mehr zulässig!)
2)Fx MB: Temperatur-Korrekturfaktor Monatsbilanzverfahren
3)Wert aus DIN 4108-6 Tabelle 3 entnehmen
4)nicht definiert, hier muss nach Monatsbilanzverfahren gerechnet werden bzw. das nächst schlechtere Bauteil angenommen werden
5)Erläuterung der verwendeten Kürzel:

Kürzel 1: W=Wärmestrom seitl.opak
Kürzel 2: Übergänge
A = außen
E = Erdreich
N = Nebenraum
D = Abseitenraum/unbeheizt
R = Niedrig beheizter Nebenraum
W = Wintergarten

Hinweis

Die Temperaturkorrekturfaktoren Fx werden nicht in der Berechnung nach LEG verwendet (Große Energieberatung) verwendet!

Wählen Sie den entsprechenden Übergang. Teilweise erscheinen weitere Abragen.

Nachfolgend werden folgende Übergänge beschrieben:

  • Fall 1: Bauteil grenzt an einen unbeheizten Dachraum (z.B. Drempelraum)
  • Fall 2: Bauteil grenzt an unbeheizten nicht gedämmten Nachbarraum (Garage, Kammer, Wintergarten)

Fall 1: Wand grenzt an einen unbeheizten Dachraum: DIN 6946, Ziff. 5.4.1

Hinweis: Diese Angabe ist nur möglich, wenn Sie das Gebäude in Zonen aufgeteilt haben und für den unbeheizten Nachbarraum eine unbeheizte Zone definiert haben. Zu dieser unbeheizten Zone sind die begrenzenden Bauteile anzulegen!

Fall 2: Wand grenzt an einen unbeheizten Nachbarraum (Garage, Kammer, Wintergarten).
Wärmeübergang nach DIN 6946, Ziff. 5.4.2

Hinweis: Diese Angabe ist nur möglich, wenn Sie das Gebäude in Zonen aufgeteilt haben und für den unbeheizten Nachbarraum eine unbeheizte Zone definiert haben. Zu dieser unbeheizten Zone sind die begrenzenden Bauteile anzulegen!

Für diesen Übergang muss der unbeheizte Nachbarraum (Garage, Kammer, Wintergarten etc.) ebenfalls definiert werden. Der Nachbarraum wird dann wie eine zusätzliche homogene Schicht betrachtet. Das Programm berechnet daraus den R-Wert (1/U). Liegt dieser Wert zu hoch, erscheint eine entsprechende Meldung und der U-Wert wird entsprechend angepasst.

Hinweis: Diese Auswahl ist nur sinnvoll, wenn RU > RSi + Summe Ri + RSe, da FX= 1 gesetzt wird. Das Bauteil zum unbeheizten Nebenraum muss also einen sehr schlechten U-Wert besitzen.

Möchten Sie den Korrekturwert zur U-Wertberechnung ansetzen, so ist der unbeheizte Nachbarraum zu definieren. Der Nachbarraum wird dann wie eine zusätzliche homogene Schicht betrachtet.

Das folgende Bild zeigt Ihnen ein Beispiel: