Übergänge der Dachbauteile

Bei der Bearbeitung eines Bauteils (Decke, Dachfläche) haben Sie die Möglichkeit, den Wärmeübergang des Bauteils anzugeben.

Das Bild zeigt Ihnen die Abgrenzung der Decken- bzw. Dachbauteile nach außen:

Die Bauteile haben folgende Wärmeübergangswiderstände und Korrekturfaktoren (DIN 6946)

 Bauteil

Grenzmedium

Bauteil

innen

außen

Fx HP1)

Fx MB2)

Kürzel5)

unbeheizt

Dachgeschossdecke (Dachraum nicht ausgebaut)

0,10

0,10

0,8

0,8

DN

außen

Dach grenzt an außen

0,10

0,04

1

1

DA

unbeheizt

Decke zu unbeheiztem Raum (<15°C)

0,10

0,10

0,5

0,5

DU

niedrig beheizt

Decke zu niedrig beheiztem Raum (<19°C)

0,10

0,10

n.def.4)

0,35

DR

hinterlüftet

Dach hinterlüftet (stark belüftete Luftschicht)

0,10

0,10

1

1

DH

 

1)Fx HP: Temperatur-Korrekturfaktor Heizperiodenverfahren (seit 2009 nicht mehr zulässig!)
2)Fx MB: Temperatur-Korrekturfaktor Monatsbilanzverfahren
3)nicht definiert, hier muss nach Monatsbilanzverfahren gerechnet werden bzw. das nächst schlechtere Bauteil angenommen werden
4)Erläuterung der verwendeten Kürzel:

Kürzel 1: D=Wärmestrom nach oben
Kürzel 2: Übergänge
A = außen
N = Nebenraum
R = niedrig beheizter Nebenraum
U = unbeheizter gedämmter Nebenraum
H = hinterlüftet

Hinweis

Die Temperaturkorrekturfaktoren Fx werden nicht in der Berechnung nach LEG verwendet (Große Energieberatung) verwendet!

Wählen Sie den entsprechenden Übergang. Teilweise erscheinen weitere Abragen.

Nachfolgend werden folgende Übergänge beschrieben:

  • Bauteil grenzt an nicht ausgebautes Dach
  • Bauteil grenz an einen unbeheizten Drempelraum

Bauteil grenzt an nicht ausgebautes Dach:

Diese Angabe ist nur möglich, wenn Sie das Gebäude in Zonen aufgeteilt haben und für den unbeheizten Nachbarraum eine unbeheizte Zone definiert haben. Zu dieser unbeheizten Zone sind die begrenzenden Bauteile anzulegen!

Bauteil grenzt an einen Drempelraum
Wärmeübergang nach DIN 6946, Ziff. 5.4.2

Diese Angabe ist nur möglich, wenn Sie das Gebäude in Zonen aufgeteilt haben und für den unbeheizten Nachbarraum eine unbeheizte Zone definiert haben. Zu dieser unbeheizten Zone sind die begrenzenden Bauteile anzulegen!

Für diesen Übergang muss der unbeheizte Nachbarraum (Garage, Kammer, Wintergarten etc.) ebenfalls definiert werden. Der Nachbarraum wird dann wie eine zusätzliche homogene Schicht betrachtet. Das Programm berechnet daraus den R-Wert (1/U). Liegt dieser Wert zu hoch, erscheint eine entsprechende Meldung und der U-Wert wird entsprechend angepasst.

Hinweis: Diese Auswahl ist nur sinnvoll, wenn RU > RSi + Summe Ri + RSe, da FX= 1 gesetzt wird. Das Bauteil zum unbeheizten Nebenraum muss also einen sehr schlechten U-Wert besitzen.

Das folgende Bild zeigt Ihnen ein Beispiel für eine Decke OG – Drempel an einen unbeheizten Drempelraum.